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Was denken Sie, wenn Sie mit einem Projekt konfrontiert werden, bei dem die Zugänglichkeit im Internet gewährleistet werden muss? Sind Sie aufgeregt und freuen sich darauf, die anstehenden Probleme in Angriff zu nehmen? Oder ist die Zugänglichkeit im Web eine notwendige Belastung, die Sie zwar in Betracht ziehen, aber dennoch ablehnen sollten?
Für viele ist es wahrscheinlich Letzteres, denn warum sonst werden Menschen mit Behinderungen täglich mit unzugänglichen Websites und Anwendungen konfrontiert? Es gibt gute Gründe dafür, die Zugänglichkeit von Anfang an in alle (digitalen) Projekte zu integrieren. Dennoch haben Zugänglichkeitsprüfer festgestellt, dass das Web immer noch zu 96,3 % unzugänglich ist (WebAIM 2023). So schockierend diese Zahl bereits ist, werden durch manuelle Tests noch mehr Probleme aufgedeckt. Wie kann also die Zugänglichkeit gefördert und erreicht werden? Einige haben damit begonnen, neue Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), virtuelle Realität (VR)/erweiterte Realität (AR) und das Internet der Dinge (IoT) in ihren spannenden Projekten einzusetzen. Diese Technologien haben die Art und Weise, wie wir leben, lernen und arbeiten, verändert. Könnten sie auch für die Zugänglichkeit den Ausschlag geben?
Es ist wichtig zu verstehen, warum wir der Zugänglichkeit die Anerkennung geben sollten, die sie braucht und verdient, und um die Frage dieses Artikels zu beantworten. Vielleicht haben Sie bemerkt, dass es immer mehr Vorträge, Berichte und Projekte über Zugänglichkeit gibt. Unter anderem könnten die folgenden Gründe dafür verantwortlich sein:
Die zunehmende Einführung neuer Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) sowie das Internet der Dinge (IoT) eröffnen neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Zugänglichkeit. Diese technologischen Fortschritte bieten innovative Lösungen zur Überwindung der Hindernisse, auf die Menschen mit Behinderungen bei der Nutzung digitaler Technologien und im Alltagsleben stoßen.
So ist beispielsweise künstliche Intelligenz zu einem immer leistungsfähigeren Instrument zur Förderung der Zugänglichkeit geworden. Täglich werden KI-Programme und Plugins wie ChatGPT entwickelt, die Funktionen wie automatische Untertitel, Sofortübersetzungen, Bild- und Gesichtserkennung sowie Textzusammenfassungen bieten. Diese Funktionen verbessern die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen erheblich und ermöglichen ihnen einen besseren Zugang zu Informationen und Kommunikation.
In ähnlicher Weise sind Bilderkennung und -beschreibung für Menschen, die Bildschirmlesegeräte verwenden, unerlässlich. Tools und Plugins wie "Get Image Descriptions" von Google ermöglichen in solchen Fällen die automatische Erstellung von Beschreibungen. Diese automatischen Tools sind ein bedeutender Fortschritt bei der Verbesserung der Online-Zugänglichkeit, auch wenn manuelle Beschreibungen aufgrund ihrer Genauigkeit oft vorzuziehen sind.
Automatisierte Zugänglichkeitsprüfungen werden auch durch die Integration von KI ermöglicht. Plattformen wie applitools und accessFlow ermöglichen es Designern, automatisierte Zugänglichkeitsprüfungen von Websites durchzuführen. Diese automatisierten Tools ersetzen zwar nicht vollständig die manuelle Prüfung, aber sie bieten einen ersten Überblick über die Hindernisse der Barrierefreiheit und ermöglichen es, diese schneller zu erkennen und zu beheben.
Schließlich bietet das Internet der Dinge (IoT) Möglichkeiten zur Verbesserung der Zugänglichkeit durch die Kombination von intelligenten Sensoren und KI. Projekte wie Seeing AI von Microsoft nutzen IoT und KI, um die visuelle Umgebung zu analysieren und sie in eine auditive Erfahrung umzuwandeln, was Menschen mit Behinderungen zugutekommt.
Trotz dieser vielversprechenden Fortschritte ist es wichtig zu beachten, dass Technologien nicht alle Zugänglichkeitsprobleme allein lösen können. Manuelle Tests und eine bewusste Gestaltung sind nach wie vor notwendig, um ein wirklich inklusives Nutzererlebnis zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Möglichkeiten, die KI, VR/AR und IoT bieten, können jedoch viele Hindernisse überwunden und neue Perspektiven für eine integrativere und gleichberechtigte Gesellschaft geschaffen werden.
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